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LIVE-Online-Seminar: Scheinselbstständigkeit in der Steuerkanzlei BSG Grundsatz-Entscheidung vom 27.04.2021

Mittwoch, 28.09.2022 ,
09:00 - 12:00 Uhr


Das „Aus“ für freie Mitarbeiter? Nun sind Sie als Kanzleiinhaber wohl selbst betroffen.

Die Zielrichtung der vom 12. Senat des BSG getroffenen Grundsatzentscheidungen der letzten Jahre
lassen eine klare Richtung erkennen: Der Türspalt für sogenannte Freelancer wird immer enger
oder gar unmöglich.

Die Bundessteuerberaterkammer informierte am 18.02.2016 bereits über Ihr Problem:
• Freelancer in Steuerkanzleien
• ohne Statusklärung
• sind ein echtes Problem

Die möglichen Folgen für Sie:
30-jährige Verjährungsfrist / Säumniszuschläge / Nettolohnfiktion oder gar strafrechtliche Konsequenzen.

Ihre möglichen Beurteilungsfehler:
• Änderungen des Berufsrechts der Steuerberater durch § 7 BOStB erlauben eine Beschäftigung von
freien Mitarbeitern, soweit diese weisungsgebunden unter der fachlichen Aufsicht und beruflichen
Verantwortung eines Steuerberaters arbeiten,
• ein berufsrechtliches Weisungsrecht liegt in der Natur der Sache,
• die Freiheit bei Ort und Zeit der Tätigkeit, spricht für eine Selbstständigkeit,
• Verlust von Mandanten = Unternehmerrisiko,
• weitere „eigene“ Mandanten des Freelancer begründen erhebliches Unternehmerrisiko,
• eigene Software begründet die Selbstständigkeit

Folgt man dem 12. Senat des BSG, ist es wohl bereits 5 nach 12 Uhr:
• Berufsrechtliche - hier steuerberatungsrechtliche - Weisungsrechte sind nicht vom Begriff der „Weisungen“
im Sinne von § 7 Abs 1 S 2 SGB IV ausgenommen.
• § 106 Satz 1 iVm § 6 Abs 2 GewO regelt als Weisungsrecht des Arbeitsgebers = Direktionsrecht ggü.
Erfüllungsgehilfen.
• Die im Berufsrecht verankerte Unabhängigkeit einer Steuerberaterin ist als solche kein Merkmal,
dem ausschlaggebende Bedeutung für die Beurteilung dafür zukommt, ob sie in ihrer Funktion als
Leiterin einer Niederlassung für die Steuerberatungs-GmbH selbständig tätig ist oder nicht.
• Die berufsrechtlich gebotene fachliche Unabhängigkeit eines Steuerberaters schließt eine abhängige
Beschäftigung nicht aus.

Seminarinhalt:
Der Referent konnte als einziger Prozessbeobachter der Verhandlung des 12. Senats folgen und
wird aus erster Hand über die Tücken anlässlich der Beurteilung von Erfüllungsgehilfen und Berufsträgern
berichten. Er berichtet von positiven Entscheidungen der Sozialgerichtsbarkeit und gibt einen
Ausblick auf die neuen Kriterien.

Eigene Risikoanalyse / Freie Mitarbeit oder „echte“ Kooperation? / Beurteilung Berufsträger / Beurteilung
Erfüllungsgehilfe.



Teilnehmergebühr:
Für Mitglieder und deren Mitarbeiter
€ 120,00 zzgl. 19% USt
Für Nichtmitglieder
€ 180,00 zzgl. 19% USt
Die Teilnehmergebühr beinhaltet digitale Arbeitsunterlagen.



Veranstaltungsort

Online



Ansprechpartner

Sabine Dobbertin
040 413447-11
Maike Müller-Wichards
040 413447-10